|
Albert von Thurn und Taxis: Die Konkurrenz schläft nicht |
|
FIA GT Championship, 19.-21.06.2009 Oschersleben FIA GT3 European Championship
Nach dem Überraschungseinstieg in die GT3 EM kurz vor Saisonbeginn, mussten die Lamborghinis Gallardo von Reiter Engineering in Windeseile auf das Reglement der FIA GT3 umgestellt werden. Albert von Thurn und Taxis teilt sich den Lambo in Saison 2009 mit dem legendären Klaus Ludwig und hatten bereits britischen (Silverstone) und italienischen (Adria) GT3-Boden unter den Reifen. Dem Team fehlte es, im Gegensatz zu den anderen Teams, an Zeit und Möglichkeiten, Fahrer und Material in die neue Serie einzutesten und so wurde die Pneufrage erst in der Börde entschieden. In Oschersleben nun kam die Optimierung mit größer dimensionierten Hinterrädern. Keine Zeit für Tests, nur das freie Training am Rennwochenende verschaffte dem Team ein kleines Testfenster für die Anpassung des Setups.
Trotz des Blitzeinsatzes machte Thurn und Taxis im ersten Zeittraining eine sehr gute Figur. Der 25jährige kam während seines Qualifikationsturns in die Box und die Ansage seines Teams lautete P6. Albert von Thurn und Taxis ging nochmals ins Feld, um seine Bestzeit zu knacken, aber seine Reifen gingen in die Knie. Er platzierte sich und sein Partner für den ersten Lauf am Samstag auf P9 im stolzen Feld von 32 Supersportwagen. Fahrerkollege Ludwig positionierte den Lambo in seinem Stint auf 24 für das zweite Rennen am Sonntag.
Rennen 1: Die zwei Racer Albert von Thurn und Taxis und Klaus Ludwig legten sich in der Motorsportarena zu Oschersleben unter Anderen mit Aston Martin, den brandneuen Audi R8 LMS, BMW Alpina, Corvette und Porsche 911 an. Thurn und Taxis fuhr den Start und kämpfte in der klaustrophobischen Enge der ersten Kurve um seine Platzierung. Er kam unbeschadet aus den anfänglichen Zweikämpfen und sein Team sah ihn dann als 10. nach der ersten Runde auftauchen, mit ganzen 20 Boliden hinter sich im Schach. Der Druck von hinten wurde zu stark und Thurn und Taxis musste zur Halbzeit des einstündigen Rennens ein paar Plätze aufgeben. Mit P14 grub er sich wieder drei Plätze nach vorn, ging in die Box und übergab an Ludwig. Der übernahm und fuhr das Auto mit P17 nach Hause. Rennen 2: Ludwig ging mit P24 ins Rennen und setzte sich nach dem Start auf dieser Position durch. Die Streckenbedingungen waren schwierig. Während die FIA GT1-Boliden im vorangegangenen Rennen auf dem Asphalt schwammen, trocknete es jetzt teilweise ab. Trotz des unberechenbaren Streckenbelages lieferte sich Ludwig während seines Einsatzes spannende Zweikämpfe und setzte sich im Feld gegen so manche Jungspunde durch. Nach dem vorgeschriebenen Boxenstopp von Mindestens 70 Sekunden übernahm Albert von Thurn und Taxis und ackerte sich durch das Feld bis auf Platz 17. Albert von Thurn und Taxis zeigt sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten ehrgeizig und nimmt mit seinem Team Kurs aufs Podium.
Nach einer Sommerpause, geht es für die GT3 EM vom 11.-13.09.2009 nach Portugal.
mmr/motioncompany
|