Albert von Thurn und Taxis: Spannender Auftakt der Traumwagen-Liga

ADAC GT Masters
9.-11. April 2010
Motorsport Arena Oschersleben
 
Albert von Thurn und Taxis im ADAC GT Masters für das Team Reiter EngineeringWieder zurück im ADAC GT Masters geht der zweimalige Vize-Meister der GT-Sportwagenserie Albert von Thurn und Taxis mit Fahrzeugpartner Peter Kox (NED) auf Punktejagd. Im Lamborghini Gallardo LP 560 GT3 von REITER Engineering sagten die beiden Erfolgspiloten gleich zu Beginn der Saison 2010 Audi, BMW, Corvette und Konsorten den Kampf an. Nicht so einfach in der Motorsport Arena Oschersleben. Die kurvenreiche Börde-Strecke lässt den Duellanten kaum Luft zum Überholen.
In den unmittelbar aufeinander folgenden Qualifizierungsläufen am Samstagmorgen machten Thurn und Taxis mit P4 und Kox mit P2 ihre Positionen an diesem Wochenende im Feld klar.
Albert von Thurn und Taxis drängte sich in Rennen 1 am Samstag nach dem fliegenden Start mit seinen Gegnern durch die erste entscheidende Kurve nach Start-Ziel. In der Klemme von Porsche und Audi R8 kam der Lambo von Thurn und Taxis mit starker Frontbeschädigung aus dem Startpulk. Noch in der ersten Runde flog in Folge des Gerangels die Motorhaube weg. Albert von Thurn und Taxis verlor eine Platzierung und fuhr als fünfter in die zweite Runde. Der 26jährige blieb trotz gestörter Aerodynamik im Rennen.

„Albert hat dann keine Position mehr verloren. Das hat uns schon sehr gewundert, bei der Beschädigung. Das Auto hat jede Menge Frontabtrieb verloren und stärker untersteuert. Der Cw-Wert war schlecht (der Luftwiderstandsbeiwert wird größer, mmr), das heißt, auf der Geraden geht plötzlich nichts mehr und sich da halten zu können, war schon eine Leistung.“ kommentierte Hans Reiter die Situation.
Peter Kox übernahm den Lamborghini. Die REITER-Crew versuchte im Zeitfenster des Boxenstopps die Fronthaube zu ersetzen. Die Zeit reichte nicht und die erlaubten zwei Mechaniker rissen die Haube wieder herunter. Kox fuhr zurück auf die Strecke und landete im Platzierungsstreit um P3, das hätte spannender nicht sein können. Es gab einen Schlagabtausch der Sonderklasse mit dem BMW Alpina von Wirth/Matzke, der Corvette von Hohenadel/Seiler, dem Porsche von Rast/Bergmeister und zwei Audi R8. Die Corvette versuchte auf der Außenbahn am Kox-Lambo vorbei zu fahren und wollte dann noch auf gleicher Höhe von außen zumachen. Die Corvette stellte sich quer und Kox ging auf Tuchfühlung. Das Fahrwerk und die Lenkung bekamen einen Klaps. Kox hielt die Stellung, kämpfte beschädigt weiter und beendete das Rennen mit P4.
Im zweiten Lauf am Sonntag startete Peter Kox mit P2 aus der ersten Startreihe. Von hinten angeschoben, drehte sich Kox in der ersten Kurve von der Strecke und fand sich am Ende des Feldes wieder. Der Niederländer arbeitete sich Runde für Runde nach vorne. Ein Dreher warf ihn zurück und  Kox Albert von Thurn und Taxis spendete seinen Helm aus der vorherigen Saison der Stiftung „Sportler für Sportler“ (www.stiftung-sfs.de) zur Versteigerung. Er übergab seinen signierten Helm während des Saisonauftaktrennens des ADAC GT Masters an den Vorsitzenden Jürgen Ruhrmann.arbeitete sich wieder vor bis auf P5. Regen setzte ein. Der Asphalt wurde schmierig. Kox fuhr in die Box zum Wechsel mit Albert von Thurn und Taxis und auf Regenreifen. Wieder auf der Strecke, zeigte ihm das Team P2 an. „ Albert war zu der Zeit der Schnellste im Feld.“ staunte Hans Reiter (Teamchef REITER Engineering). Sieben Runden konnte sich Thurn und Taxis auf P2 behaupten. Nach vier Runden brachen die Zeiten ein. „Ich hatte keinen Grip mehr. Es war unmöglich die Pace zu halten und man konnte zusehen, wie ich zurückgefallen bin.“ erklärte Albert von Thurn und Taxis. Der 26jährige rettete sich mit Rang 6 über die Ziellinie und stockte sein Punktekonto mit drei Zählern auf acht nach dem ersten GT Masters Wochenende auf.
Der nächste GT-Einsatz für Albert von Thurn und Taxis ist zum Saisonauftakt in der FIA GT 3 Europameisterschaft im Lamborghini LP 560 GT3 für REITER Engineering in Silverstone (GBR).

Bildunterschrift:
Albert von Thurn und Taxis spendete seinen Helm aus der vorherigen Saison der Stiftung „Sportler für Sportler“ (www.stiftung-sfs.de) zur Versteigerung. Er übergab seinen signierten Helm während des Saisonauftaktrennens des ADAC GT Masters an den Vorsitzenden Jürgen Ruhrmann.



mmr/motioncompany