Albert von Thurn und Taxis: Fünf Rennen – Drei Siege
FIA GT3 Europameisterschaft
Circuit Paul Ricard HTTT
3. – 4. Juli 2010

Albert von Thurn und Taxis siegt in Paul RicardFünf Renneinsätze in zwei Rennserien. Das war das zu absolvierende Fahrprogramm für Albert von Thurn und Taxis an diesem Wochenende auf dem südfranzösischen High Tech Test Track. Allein drei Rennen bestritt der 27jährige Adlige in der Lamborghini Super Trofeo und hierbei gelang Thurn und Taxis an der Seite von Fabio Babini (Lamborghini Gallardo) ein Hattrick auf dem Podium und setzte die schnellste Rennrunde im Feld.

Thurn und Taxis´ Partner in der GT3 EM war an diesem Wochenende der Italiener Eugenio Amos. „Wir haben Eugenio hauptsächlich im freien Training an das Steuer gelassen. Er ist zum ersten Mal in diesem Auto gefahren und kam sofort super klar mit dem Lambo.“
Das zeigte sich auch deutlich in Q1. Amos kam auf P3 zurück in die Box und rutschte im Verlauf auf Startplatz 6. Thurn und Taxis schloss an seine Erfolge im Argo-Lamborghini an. Er zeitete sich als Zweiter auf die Pole-Zeit 2:08.225 und gesellte sich in der Startaufstellung zum zweiten Lauf neben den Prospeed Competition Porsche von Holzer und van Splunteren.
„Anfangs bin ich in meinem Qualifying in den Verkehr gekommen. Als dann frei wurde, habe ich es richtig krachen lassen und war überrascht wie gut das gelaufen ist. Marco Holzer hat genau eine Runde vor mir mit der exakt gleichen Rundenzeit seinen Porsche auf die Pole gesetzt und hatte damit das Vorrecht auf diesen Startplatz, aber es war immerhin die selbige Zeit.“ Thurn und Taxis zufrieden.

Albert von Thurn und Taxis siegt in Paul RicardDas Rennen brachte dann für die GT3ler eine Ernüchterung. Amos startet verhalten in den ersten Lauf und sortierte sich auf P13 ein. Irrtümlicherweise kam der Italiener zu früh zum Boxenstopp. Amos erkannte das Missgeschick beim Einfahren in die Box und fuhr gerade Wegs durch. Vom Ende des Feldes aus arbeitete sich Amos bis auf P12 vor. Beim regulären Boxenstopp setzte sich Thurn und Taxis ans Steuer. Ein Mechaniker entdeckte im Motorraum eine kleine Flamme, Thurn und Taxis musste sofort wieder raus und der Wagen blieb in der Box.

Albert von Thurn und Taxis kam nach dem fliegenden Start zum zweiten Lauf ungünstig in den Pulk der ersten Kurve und musste sich mit Rang 6 zufrieden geben. "Unser Setup war für das Rennen zu aggressiv. Das war deutlich zu spüren, wenn wir Druck von hinten bekommen haben. Das Auto neigte auf Kampflinie zu leichten Drifts auf der Hinterachse. Dadurch musste ich leider etwas zurückstecken.“
Übergeben hat Thurn und Taxis auf P6. Eugenio Amos arbeitete gegen die selbigen Balanceprobleme wie sein Fahrzeugpartner. Ein Dreher beförderte den Piloten zusätzlich ins hintere Mittelfeld. Amos legte noch mal nach und brachte den Lamborghini als Dreizehnter über die Ziellinie.
„Das Wochenende war sehr voll gepackt. Insgesamt betrachtet war es ein erfolgreiches Wochenende auch wenn leider wieder kein Resultat in der EM zu verzeichnen ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht, so viel im Rennauto zu sitzen.“ Albert von Thurn und Taxis.


mmr/motioncompany