Albert von Thurn und Taxis: Zweimal Pole – Zweimal Sieg
ADAC Masters Weekend
Eurospeedway Lausitz
13.-15. August 2010

Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox feiern Doppelsieg auf dem Eurospeedway LausitzAlbert von Thurn und Taxis (27, GER) räumte am Lausitz-Weekend des ADAC GT Masters mit seinem Partner Peter Kox (46, NED) alles ab und so konnten sie ihre Tabellenführung (63 Pkt.) um 16 Punkte auf die zweitplatzierten Ludwig/Mies beachtlich ausbauen.

Nachdem der Lamborghini Gallardo LP 560 GT3 (REITER Engineering) in Assen unter den Zusatzgewichten aus Erfolg und Balance of Performance ziemlich in die Knie ging, bekam die Crew nach den ersten Runden des freien Trainings einen Dämpfer. Trotz Gewichtsentnahme bewegte sich der Renner nur im Mittelfeld. Das Reiter-Team agierte und modifizierte das Setup. Kox setzte die Veränderung sofort um und landete ganz oben auf der Zeittafel. Thurn und Taxis fuhr seine Trainingseinheit und kam unzufrieden in die Box. „Das Auto fühlte sich nicht mehr gut an. Die Reifen haben abgebaut. Als ich in der Box war haben wir dann gesehen, dass die Reifen ziemlich hinüber waren und da ging natürlich nichts mehr.“ so Thurn und Taxis. Dennoch blieben Thurn und Taxis/Kox mit einer 1:22.655 die Schnellsten im Feld.

So auch im zweiten freien Training. Thurn und Taxis machte den Anfang in dieser Trainingssitzung und platzierte sich mit deutlich besserer Bereifung in der Spitzengruppe. Kox bestätigte die Fähigkeit des Duos und schrieb eine 1:22.007 in den Asphalt.

Im ersten Zeittraining passierte, was auch Albert von Thurn und Taxis selbst überraschte. Thurn und Taxis fuhr den Lamborghini mit einer Zeit von 1:21.628 auf die Pole Position für Rennen 1 und mit 00.042 Sekunden war er schneller als sein Fahrzeugpartner Peter Kox, der ebenfalls in Q2 den Renner auf die Pole setzte. „Ich habe in meiner zweiten Runde die Zeit gefahren und bekam über Funk, dass ich reinkommen soll. Da hab ich erst richtig mitbekommen, dass ich auf P1 stehe und war super glücklich.“ Ein Versuch von Sebastien Asch die fürstliche Zeit zu knacken, endete im Kies und hatte die rote Flagge zur Folge. In den verbleibenden fünf Minuten die Pole-Zeit von Thurn und Taxis zu verbessern blieb für die Konkurrenz vergebens. „Das macht mich sehr stolz. Vor allem, dass ich mit Peter auf einer Höhe bin. Manchmal dachte ich, dass ich richtig schnell bin und dann kommt der Peter und haut mir noch eine Demutsrunde rein.“ Albert von Thurn und Taxis.

Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox feiern Doppelsieg auf dem Eurospeedway LausitzDie Rennleitung schob zur Erleichterung aller, eine knappe Stunde vor Rennen 1, noch 15 Minuten Trainingszeit in den Zeitplan. Strömender Regen gab den Anlass und somit den Fahren die Möglichkeit die Strecke unter diesen Bedingungen kurz abzufahren. Thurn und Taxis durfte diese Trainingszeit nutzen.

Der 27jährige setzte sich nach dem fliegenden Start sofort ab und konnte sich auf nasser Strecke von Runde zu Runde immer mehr vom Zweitplatzierten entfernen. Hinter dem führenden Lamborghini kabbelten Audi, BMW und Porsche und ließen Thurn und Taxis genügend Raum für seine komfortable Führung.
Mit circa 12 Sekunden Abstand auf das Feld kam Albert von Thurn und Taxis in die Box und übergab die Verantwortung an seinen Kollegen Peter Kox. „Albert ist ein hervorragendes Rennen gefahren und hat den bedeutenden Grundstein für unseren Sieg gelegt.“ Kox beeindruckt. Peter Kox übernahm den Reiter-Lambo. Er verwaltete souverän den eingefahrenen Abstand, baute diesen aus und fuhr als Erster an der jubelnden Reiter-Mannschaft vorbei.

Komplett andere Verhältnisse hatten die Reiter-Piloten im zweiten Lauf an diesem Wochenende. Bei Sonnenschein und mit 30 kg Erfolgsgewicht oblag Peter Kox die Aufgabe, die Führung nach dem Start zu behalten. Kox konnte sich schnell vom Feld absetzten. Die Gegner hinter Kox bekämpften und behinderten sich und vergrößerten somit den Abstand zum Führenden. Der Niederländer fuhr konstant seine Führungsrunden. Die 30 kg Zusatzgewicht zeigten ihre Wirkung anhand der schlechteren Rundenzeiten. Die Konkurrenz rückte nach. „Hans und ich haben dann zum Glück beobachtet, wie Nicolas Armindo (Porsche) nach einem Ausrutscher und dadurch beschädigtem Kühler, Wasser auf die Strecke gelassen hat. Hans hat das sofort per Funk an Peter weitergegeben, so dass er sauber ausweichen konnte. Thomas Jäger hat das nicht gesehen und ist reingerutscht.“ so Thurn und Taxis. Jäger (Corvette) verschwand aus dem Rückspiegel von Kox und verschaffte dem Niederländer mehr Freiraum.
Thurn und Taxis wechselte in den Lambo auf Position 1. „Ich hatte in der ersten Runde eine Schrecksekunde. Die Schaltung machte mir Probleme. Das Auto wurde am Kurveneingang leicht instabil. Ich hatte fast einen Dreher und dadurch etwas Zeit verloren.“ Der Bergmeister-Porsche kam immer dichter ran. „Ich merkte schnell, dass er eine Pace fährt, die ich nicht mithalten kann. Hans teilte mir über Funk mit: Kein Stress! Der pusht so hart, bis der bei dir ist, sind seine Reifen hinüber."
Trotzdem hatte Albert von Thurn und Taxis gut zu tun, Bergmeister auf Abstand zu halten.
"Als er dann dichter hinter mir war wurde das Rennen richtig hart. Ich musste pushen was ging um Tim hinter mir zu halten, das war wirklich eine ziemliche Herausforderung!"
Er schaffte das über die Distanz und fuhr den Sieg souverän über die Ziellinie.

„Das war einfach ein perfektes Wochenende für das gesamte Team: Pole in den Trainings, zwei Siege und kein Kratzer im Auto.“
„Man muss klar sagen, dass beide Rennen von unseren Fahrern gewonnen wurde. Das schnellste Auto im Feld hatten wir nicht. Gerade dann noch mit dem Erfolgsgewicht im zweiten Lauf. Albert hat eine super Leistung gebracht, da kann er schon sehr stolz sein.“ Teamchef Hans Reiter.
Die Piloten des ADAC GT Masters begeben sich in zwei Wochen auf dem Nürburgring in gute Gesellschaft. Dort treffen sich Lamborghini, Audi, BMW und Co im Rahmen der FIA GT Weltmeisterschaft.

mmr/motioncompany