Albert von Thurn und Taxis: Erfolg und Ernüchterung in Navarra

 

FIA GT3 Europameisterschaft

Circuito de Navarra

01.-03. Juli 2011


© www.GT3europe.com

Auch in der FIA GT3 Europameisterschaft waren alle guten Dinge drei: Bei Ihrem dritten Rennweekend in der Europäischen Meisterschaft räumten Albert von Thurn und Taxis und sein Partner Niki Mayr-Melnhof endlich "alle neune" ab und siegten in der Reifenmordenden Hitze Spaniens in einer spannenden Verfolgungsjagd durch den Schuberth BMW von Sandström (SE)/Al Faisal (SA).

 

Nachdem Mayr-Melnhof im ersten Quali die Pole nur knappp verfehlte, überholte er beim Start in einem spektakulären Manöver Polesitter Castellacci (I) im Ferrari 458 außen in der ersten High-Speed Kurve und fuhr von diesem Zeitpunkt an in einem bärenstarken Stint fast 10 Sekunden Vorsprung auf das restliche Feld heraus. Sicher in Führung liegend an T&T übergeben, konnte dieser zunächst den durch eine konservative Pit-Strategie minimal verringerten Abstand verwalten. Wie befürchtet brach der Michelin Pneu in den schwierigen Konditionen (über 35 Grad und Asphalt Temperaturen um die 50 Grad) im letzten Viertel des Rennens deutlich ein. Der BMW Z4 von Al Faisal der sonst immer zu kämpfen hatte die härteren Dunlop zum Arbeiten zu bekommen war nun klar im Vorteil. Runde für Runde pirschte er sich an T&T heran und übte in den letzten Runden starken Druck auf den Lambo aus. Trotz eines stark übersteuernden Autos konnte T&T seinen Platz dennoch verteidigen und fuhr glücklich seinen ersten Sieg in der Europäischen Meisterschaft nach Hause.

 

Im zweiten Rennen musste T&T sich mit einem 7ten Startplatz zufriedengeben nachdem er in seinem Qualifying mit Verkehr zu schaffen hatte. Dennoch konnte er diesen Platz unter schwierigen Bedingungen bei feuchter Strecke auf Slicks verteidigen und blieb konstant dicht hinter Mike Parisy im Mercedes AMG SLS. Nach einer 15 Sekunden Penalty für den Sieg am Vortag setzte Mayr-Melnhof nach dem Fahrerwechsel abermals zu einer Aufholjagd an und konnte sich in einem spektakulären Stint von P9 bis auf P5 vorkämpfen. Nach einer unglücklichen Berührung mit Federico Leo (I) im Ferrari 458 verlor er jedoch wieder 2 Plätze, kam aber dennoch als 7ter ins Ziel. Nachdem nach Rennende für die Berührung unglücklicherweise noch eine 30 sekündige Zeitstrafe verhängt wurde, musste im zweiten Rennen schlussendlich auf Punkte verzichtet werden.