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Motorsport. Das war bereits ein Kindheitstraum, den sich Albert von Thurn und Taxis in jungen Jahren im Motocross-Rennsport schon ansatzweise erfüllen konnte. „Ich hab das nie leistungssportlich betrieben, es war damals nur Hobby.“
Doch die wahre Leidenschaft galt schnellen, sehr schnellen Autos und Denen, die sie fahren. Albert von Thurn und Taxis bezeichnet Rennfahrerikone Walter Röhrl (2facher Rallyeweltmeister, Porschefahrer bei verschiedenen 24h - Rennen. Niki Lauda nannte ihn „ein Genie auf Rädern“) als sein Motorsportidol. „Meiner Ansicht nach, ist er der coolste Rennfahrer, den es je gegeben hat. Er war Rennfahrer, als noch die gefährlichsten und verrücktesten Autos aktuell waren. Was die damals geleistet haben, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Walter Röhrl hatte immer sein Ziel vor Augen und ist dabei Mensch geblieben.“ erzählt der 26jährige beeindruckt.
Fasziniert vom Rennsport, blätterte er in einer Motorsportzeitschrift und fand einen Bericht über die Nachwuchs-Tourenwagenserien Toyota Yaris Cup und Volkswagen Lupo Cup. Er machte seine Mutter darauf aufmerksam. Diese schrieb Albert 2001 im jugendlichen Alter von 17 Jahren beim Volkswagen Lupo Cup ein. Er verbrachte noch ein weiteres Jahr im VW - Markenpokal, bevor es Albert von Thurn und Taxis weiter zog. Gezogen von Pferdestärken ging der Jung-Pilot in die Maserati Trofeo Championship und konnte sich bereits nach seinem zweiten Jahr den sechsten Platz der Gesamtwertung sichern. Nach einem kurzen Ausritt auf Ferrari in Saison 2005, fand Thurn und Taxis sein jetziges zu Hause im Lamborghini Gallardo von Hans Reiter. In diesem Kraftprotz mit über 500 PS brettert er seit 2006 unter den Flaggen der FIA und des ADAC über die Pisten der GT und kann inzwischen bemerkenswerte Erfolge aufweisen.
Die GT-Serie ist ein Rennsport mit Cockpitpartner und vorgeschriebenen Boxenstopps, in der „die Teamarbeit nicht nur auf der konventionellen Ebene, sondern auch im Auto stattfindet. Ich finde die Partnergeschichte im GT-Sport wirklich sensationell. Man muss wirklich sehr gut zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen.“ Und dies gelang ihm 2007 in den ADAC GT Masters. Gemeinsam mit Peter Kox (NL) holte sich der Student für Volkswirtschaft und Theologie nicht nur seinen ersten Rennsieg (Motorspo rtarena Oschersleben) in seiner Laufbahn, sondern auch den Vize-Titel im Premiere-Jahr dieser Serie. In der Folgesaison kletterte Vorjahres-Champion Christopher Haase zu Thurn und Taxis ins Cockpit und erneut war der Vize-Titel gesichert. Diese Saison beinhaltete zu dem ein spektakuläres Rennergebnis für das Gallardo-Duo: „Das Regenrennen in Assen (NL)“ erinnert sich Albert immer noch beeindruckt, „ war ein echter Nervenkitzel. Die Bedingungen waren brutal. Die Strecke war extrem nass. Assen, wer die Strecke kennt, weiß wovon ich rede. Das ist eine heftige Strecke. Der Haase und ich sind quasi geschwommen und haben trotzdem eine Doppelpole und einen Doppelsieg eingefahren.“
2009 nun der unerwartete Sprung in die FIA GT3 Europameisterschaft und in die LM GT2 (beides auf Lamborghini Gallardo) mit Unterstützung von flatex und unter der technischen Betreuung von Reiter Engineering.
„Der Plan war eigentlich ADAC GT Masters. Der Organisator ist an Hans (Reiter, Teamchef Reiter Engineering) heran getreten, mit der Aussage, es gebe keine Lambo-Meldungen. Hans hat mich dann angerufen und gesagt, wir müssen GT3 EM fahren und er hätte auch schon einen Partner für mich. Ich fragte, wer und Hans nannte Klaus Ludwig. Ich dachte, ich hör nicht richtig, der Klaus Ludwig? Jetzt sind wir drin. Und auch mein ursprünglicher Traum, GT2 zu fahren ist in diesem Jahr Realität geworden, aber dort angekommen, haben wir noch Stück Weg vor uns. Wir wollen aufs Podium.“
Nach einen turbulenten Motorsport-Jahr 2009, bleibt der Fürst auch in der Saison 2010 der GT3 Europameisterschaft treu. Albert von Thurn und Taxis pilotiert wie im Vorjahr einen Lamborghini Gallardo. Motorsporthungrig teilt sich der Student außerdem einen Reiter Engineering-Lambo mit dem erfahrenen Niederländer Peter Kox (46) in der deutschen ADAC GT Masters und misst sich unter anderem mit Audi, BMW und Corvette.
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